Die totale Finanzüberwachung: Wie DAC8, AIA und CARF jeden Krypto-Nutzer zum gläsernen Bürger machen

Ab 2026 wird es ernst: Mit einem Schlag werden alle deine Kryptotransaktionen transparent – für den Staat, für Finanzbehörden, für ein System, das zunehmend verzweifelt nach neuen Einnahmequellen sucht. Während Politiker wie Markus Söder fordern, wir sollen mehr arbeiten, installiert die Politik zeitgleich ein lückenloses Überwachungssystem für digitale Vermögenswerte – willkommen in der Ära der Massenüberwachung unserer Finanzen.

Kurzgesagt:

Die EU und die Schweiz haben neue Meldestandards an Finanzbehörden eingeführt. KYCKYC Kurz für "Know your Customer" (Kenne deinen Kunden): Ein Identifikationsverfahren mittels Ausweis um Name, Adresse, Geburtsdatum und weiteres zu verifizieren. Wird i.d.R. von Banken oder Börsen eingesetzt um den Kunden genau zu identifizieren. für alles. Alle Kryptobörsen melden nun jede Transaktion ans Finanzamt: Also deine Trades sowie deine Auszahlungen an non-custodial Wallets (Eigenverwahrung) werden ab dem 1. Euro lückenlos (und anlasslos) überwacht. Für dich, werter Leser, wird es dringend Zeit zu handeln! Alle wichtigen Hintergründe erfährst du in diesem Beitrag.

Was ist CARF und warum sollte dich das alarmieren?

CARF steht für Crypto-Asset Reporting Framework – ein von der OECD entwickelter globaler Standard, der die automatische Meldung und den internationalen Austausch von Informationen über Kryptotransaktionen regelt. Im Kern ist CARF das Pendant zum bereits bestehenden Common Reporting Standard (CRS) für traditionelle Bankkonten, nur eben für die Krypto-Welt.

Das Konzept ist simpel und problematisch zugleich: Jeder Anbieter von Kryptodienstleistungen – Börsen, WalletWallet Englisch für Portemonnaie. Ein Konto für eine Kryptowährung. Über sie erfolgen Verwahrung und Zahlungen. Jeder kann beliebig viele frei und geheim erstellen.-Anbieter, Zahlungsdienstleister – wird verpflichtet, umfassende Daten über seine Nutzer zu sammeln und an die nationalen Steuerbehörden zu melden. Diese Daten werden dann automatisch zwischen den teilnehmenden Staaten ausgetauscht. Was gemeldet wird, ist dabei erschreckend detailliert:

  • Vollständige Identifikationsdaten (Name, Adresse, Steueridentifikationsnummer, Geburtsdatum)
  • Alle Tauschgeschäfte zwischen Krypto- und Fiat-Währungen
  • Alle Tauschgeschäfte zwischen verschiedenen Kryptowährungen
  • Übertragungen von Krypto-Assets als Gegenleistung für Waren oder Dienstleistungen
  • Sonstige Transfers von Krypto-Assets
  • Aggregierte Werte, Anzahl der Transaktionen und Einheiten

Anders als beim CRS für Bankkonten werden keine Kontosalden gemeldet, sondern jede einzelne Transaktion wird erfasst. Das bedeutet: Der Staat weiß nicht nur, wie viel du besitzt, sondern auch wann, wie oft und mit wem du handelst.

Das größte Problem? Transparente Kryptowährungen wie Bitcoin sind nun keine Lösung mehr, sondern ein unauslöschliches PrivatsphärePrivatsphäre Bezeichnet den nichtöffentlichen Bereich, in dem ein Mensch - unbehelligt von äußeren Einflüssen - sein Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit wahrnimmt.-Problem: Denn deine Aktivitäten sind nun weniger hinter einer pseudonymen Nummer versteckt, sondern für den Staat klar mit deinem Namen verknüpft. Auf der BlockchainBlockchain Ein System miteinander verknüpfter Datenpakete - s.g. "Blöcke". Eine Änderung von bereits getätigten Einträgen ist nur durch Anfügen neuer Blöcke möglich. Wer und wie Blöcke hinzugefügt werden, ist verschieden (PoW und PoS).. Für alle lesbar. Für immer. (Gut, dass es MoneroMonero (Kurz XMR) Die technologisch führende Kryptowährung zum Schutz der finanziellen Privatsphäre. Verfügt über eine private Blockchain: Sender, Empfänger und Betrag bleiben für Beobachter geheim. Sichergestellt durch modernste Kryptographie-Techniken. und Co. gibt!)

DAC8: Die EU-Umsetzung der totalen Transparenz

Die Europäische Union setzt CARF über die Richtlinie DAC8 (Directive on Administrative Cooperation 8) um. Am 13. September 2023 verabschiedete das EU-Parlament dieses Gesetz mit überwältigender Mehrheit: 535 Abgeordnete stimmten dafür, nur 57 dagegen. Die Botschaft ist klar: Die Ära der Privatsphäre im Kryptobereich ist politisch nicht mehr gewollt. Man hat Angst vor Kontrollverlust.

Ab dem 1. Januar 2026 greifen die neuen Meldepflichten. Alle Krypto-Dienstleister, die in Deutschland zugelassen sind oder Geschäfte mit EU-Bürgern tätigen, müssen sich bis zum 31. Juli 2026 registrieren. Die erste Jahresmeldung für das Jahr 2026 muss dann bis zum 31. Juli 2027 erfolgen. Das Gesetz dazu heißt KStTG (nicht mit KSTG zu verwechseln!).

Die gemeldeten Daten landen beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt), das sie im Rahmen des automatischen Informationsaustauschs an die Finanzbehörden anderer EU-Länder weiterleitet. Kritiker warnen vor massiven Datenschutzrisiken durch das Zusammenführen persönlicher Daten mit kompletten Transaktionshistorien. Zum Glück gab es in der EU noch nie Datenpannen!

Besonders perfide: Wer denkt, dass es Freigrenzen oder De-minimis-Schwellen wie bis 1000€ gibt, irrt leider. Es wird jeder Cent, jeder Satoshi, jeder PiconeroPiconero Ein Monero kann bis auf die 12. Stelle nach dem Komma geteilt werden. Werte in diesem Bereich werden Piconero genannt. 1 pɱ = 0,000.000.000.001 ɱ. erfasst.

AIA über Kryptowerte: Die Schweiz macht mit

Red cube with white cross, symbol of Switzerland, hanging from a tree branch

Einer meiner Kunden rief mich an und sagte:

„Ich wollte, wie in Ihrem Video beschrieben, KYC-frei auf dfx.swiss Monero kaufen, aber plötzlich muss ich mich sogar unter 1000 € (und CHF) identifizieren!“

Kein Wunder, denn auch die Schweiz, traditionell ein Hort für Vermögensschutz und Diskretion, unterwirft sich dem globalen Transparenzdiktat. Der Automatische Informationsaustausch (AIA) wird ab dem 1. Januar 2026 auch auf Kryptowerte ausgeweitet. Dies markiert nach Einschätzung von Experten „eine historische Zäsur in der Finanzpolitik der Schweiz“.

Der Bundesrat hat die Rechtsgrundlagen bereits genehmigt. Ursprünglich sollte der erste Datenaustausch mit 74 Partnerstaaten – darunter alle EU-Mitgliedstaaten, das Vereinigte Königreich und die meisten G20-Staaten (ohne USA, China und Saudi-Arabien) – im Jahr 2027 erfolgen. Doch es gibt eine interessante Wendung: Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) des Nationalrats beschloss am 3. November 2025, den Melderahmen bis auf Weiteres mit keinem Partnerstaat anzuwenden. Der Bundesrat hat daraufhin entschieden, dass die Bestimmungen über Kryptowerte der AIAV im Jahr 2026 keine Anwendung finden – die Umsetzung wurde auf frühestens 1. Januar 2027 verschoben.

Dennoch: Die gesetzlichen Grundlagen sind geschaffen. Die Schweizer Krypto-Dienstleister müssen sich auf dieselben umfassenden Melde- und Sorgfaltspflichten vorbereiten wie ihre EU-Kollegen. Die Eidgenossenschaft gibt ihre Rolle als „sicherer Hafen für digitale Vermögenswerte“ definitiv auf.

Die anlasslose Massenüberwachung aller Bürger

Nennen wir das Kind beim Namen: DAC8, AIA und CARF sind Vorratsdatenspeicherung für Finanztransaktionen. Ohne konkreten Verdacht, ohne richterlichen Beschluss, ohne dass du je eine Straftat begangen hättest, werden alle deine Kryptotransaktionen erfasst, gespeichert und zwischen Behörden ausgetauscht. Da die aber keine Krypto-Kompetenz haben, ist absehbar, dass mit Datenkraken wie Chainalysis und Co. Public Private Partnerships etabliert und Daten auch im privaten Sektor zusammengeführt werden. Ich kann daher nicht genug betonen, wie sehr wir anonyme Kryptowährungen mit verschlüsselter Blockchain benötigen!

Die Parallelen zur klassischen Vorratsdatenspeicherung von Telekommunikationsdaten sind frappierend. Nur dass der Europäische Gerichtshof die Vorratsdatenspeicherung von Telekommunikationsdaten 2014 für rechtswidrig erklärt hat – weil sie eine anlasslose Massenüberwachung darstellt, die mit den Grundrechten nicht vereinbar ist. Bei Finanzdaten scheint das bisher niemanden zu stören.

Forschungen zur „Massenüberwachung von Finanzdaten“ zeigen, dass die automatische Überwachung von Finanztransaktionen zur GeldwäscheGeldwäsche und Terrorismusfinanzierung Synonym für dystopisch-staatliche Allmachtsfantasien, jeden Bürger gläsern und vollkommen kontrollierbar zu machen. Wird als Schlaghammer gegen alles eingesetzt, was Freiheit ermöglicht. #Propaganda- und Terrorismusbekämpfung in der Rechtswissenschaft bislang ein Schattendasein führt. Während bei Telekommunikationsdaten eine umfassende Grundrechtsjurisprudenz entwickelt wurde, wird die allgegenwärtige Analyse von Finanztransaktionen kaum diskutiert. Banken sind bereits heute verpflichtet, Transaktionen ihrer Kunden zu überwachen und relevante Transaktionsdaten mindestens fünf Jahre aufzubewahren.

Mit DAC8 wird dieses System nun auf Kryptowährungen ausgeweitet – und dabei noch verschärft. Denn während bei klassischen Bankkonten hauptsächlich Kontostände und größere Transaktionen gemeldet werden, erfasst CARF jede einzelne Transaktion, egal wie klein.

Es ist skurril: Obwohl Finanzdaten ein viel genaueres Verhaltens- und Bewegungsprofil als Telekommunikationsdaten ermöglichen, schreien bisher nur Datenschützer auf, aber keine Gerichte. Wenn Sie jeden Tag mit der EC-Karte im gleichen Supermarkt für 8,99€ einkaufen, weiß man, dass Sie sich Ihr (nicht vollwertiges) Frühstück vor der Arbeit kaufen und Sie gewiss auf dem Weg dahin sind. Wo sie arbeiten, weiß man auch, denn das Gehalt landet ebenfalls auf dem Konto. Zahlungen im Restaurant, Sexshop, an der Tankstelle – alles wertvolle Profildaten. Daten, die Banken heute bereits auswerten. Lassen wir das im Kryptokosmos nicht zu! Verwahren Sie Ihre Kryptowährungen selbst und nutzen Sie so viele Datenschutz-Tools wie möglich!

Vorratsdaten als Vorbereitung auf die Enteignung?

Warum dieser enorme Aufwand? Die offizielle Begründung lautet: Bekämpfung von Steuerhinterziehung, Geldwäsche und TerrorismusfinanzierungGeldwäsche und Terrorismusfinanzierung Synonym für dystopisch-staatliche Allmachtsfantasien, jeden Bürger gläsern und vollkommen kontrollierbar zu machen. Wird als Schlaghammer gegen alles eingesetzt, was Freiheit ermöglicht. #Propaganda (GWTF). Die EU-Kommission schätzt, dass die Einführung zusätzliche Steuereinnahmen zwischen 1 und 2,4 Milliarden Euro pro Jahr generieren könnte.

Doch betrachten wir die Lage realistisch: Die westlichen Industriestaaten stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand. Deutschland kämpft mit massiven Haushaltsproblemen, steigenden Zinsausgaben auf Staatsschulden, demografischen Herausforderungen und einer De-Industrialisierung. Die Verschuldung hat Rekordniveaus erreicht. Historisch betrachtet haben Staaten in solchen Situationen immer zu drastischen Maßnahmen gegriffen: Vermögensabgaben, Sondersteuern, im Extremfall Enteignungen.

Die vollständige Erfassung aller Krypto-Vermögen schafft genau die Datenbasis, die für solche Maßnahmen notwendig ist. Wenn der Staat jede deiner Transaktionen kennt, weiß er exakt, wie viel Vermögen du in Kryptowährungen hast. Im Krisenfall – sei es eine Staatskrise, eine Bankenpleite oder ein wirtschaftlicher Zusammenbruch – kann der Zugriff dann sehr schnell erfolgen.

Das ist keine Verschwörungstheorie. Das SAG-Gesetz (Sanierungs- und Abwicklungsgesetz) ermöglicht bereits heute, dass im Falle einer drohenden Bankenpleite Guthaben über 100.000 Euro eingezogen und zur Rettung der Bank verwendet werden können – ohne richterliche Entscheidung. Was während der Finanzkrise 2013 in Zypern geschah, ist EU-weit als Rechtsgrundlage etabliert.

Experten warnen: Je größer die wirtschaftlichen Probleme werden, desto wahrscheinlicher werden Vermögensabgaben und andere Zwangsmaßnahmen. Die vollständige Erfassung aller digitalen Vermögenswerte ist der erste Schritt.

Söders Zynismus: „Arbeitet mehr!“ – während die Politiker scheitern

Perfekt in dieses Bild passt die jüngste Äußerung von Markus Söder. Der CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident forderte am 1. Februar 2026 in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“, dass alle Deutschen eine Stunde pro Woche mehr arbeiten sollen: „Eine Stunde Mehrarbeit in der Woche würde uns enorm viel Wirtschaftswachstum bringen und ist wirklich nicht zu viel verlangt“.

Zusätzlich forderte Söder die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und einen schrittweisen Abbau der „Rente mit 63“. Die Botschaft ist klar: Die Bürger seien schuld an der wirtschaftlichen Misere, weil sie zu wenig arbeiten. Diese politische Arroganz zeigt, an welchem gesellschaftlichen Wendepunkt wir stehen, wie entkoppelt von den realen Problemen Entscheidungsträger sind.

Die Dekadenz dieser Aussage ist atemberaubend. Dabei haben Politiker über Jahrzehnte:

  • Eine verfehlte Energiepolitik (Gas, Erneuerbare, Kernenergie) durchgesetzt, die zu den höchsten Strompreisen Europas und weltweit führten
  • Die Deindustrialisierung Deutschlands durch Überregulierung vorangetrieben
  • Hunderte Milliarden in gescheiterte Projekte und Bürokratie investiert
  • Eine Migrationspolitik verfolgt, deren Kosten in die Dutzenden Milliarden gehen
  • Die staatliche Bildungspolitik gegen die Wand gefahren
  • Die Altersvorsorge nicht reformiert, obwohl der demografische Wandel seit Jahrzehnten bekannt ist
  • Sich selbst regelmäßig Diäten erhöht und Pensionsansprüche gesichert

Und jetzt soll das arbeitende Volk die Zeche zahlen – mit mehr Arbeit, mit transparenten Finanzen, mit der Aufgabe jeglicher Privatsphäre bei Vermögenswerten.

Die Gewerkschaften und selbst Arbeitgeberverbände halten Söders Vorschlag für „zu kurz gedacht“. DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel konterte: „Wir haben mit Sicherheit bei den vielen Arbeitsstunden und den vielen Überstunden, die geleistet werden, in Deutschland kein Wochenarbeitszeitproblem“. Das Problem seien vielmehr schlechte Einkommen, fehlende Infrastruktur und ungewollte Teilzeit wegen Pflege- und Betreuungsaufgaben.

Während das Volk mehr leisten soll, installiert dieselbe politische Klasse ein Überwachungssystem, um im Krisenfall schnell an Vermögenswerte heranzukommen. Diese Diskrepanz offenbart das wahre Gesicht einer „Elite“, die ihre eigenen Fehler nicht eingestehen will und stattdessen den Bürgern die Schuld zuweist. Wie infantil!

Was das für Krypto-Nutzer bedeutet: Das Ende der Pseudonymität

Die Auswirkungen für jeden, der Kryptowährungen nutzt, sind dramatisch:

1. Keine Privatsphäre mehr bei zentralen Diensten

Jeder Handel auf Börsen wie Binance, CoinbaseCoinbase 3 Bedeutungen: Die Gesamtmenge aller verfügbaren Münzen (engl. Coins) einer Kryptowährung. Beschreibt auch den ersten Teil eines Blocks. In ihm ist die Anzahl neu geschaffener Coins und die (verschlüsselte) Adresse des Miners enthalten. Nur so entstehen in Kryptowährungen neue Münzen. Auch der Name einer Kryptobörse., Kraken oder Bitstamp wird erfasst und gemeldet. Deine Käufe, Verkäufe, Tauschgeschäfte – alles wird transparent. Die Zeiten, in denen Krypto-Gewinne „unter dem Radar“ liefen, sind hier endgültig vorbei. Dezentrale Handelsplätze und verschlüsselte Kryptowährungen werden boomen.

2. Automatische internationale Datenweitergabe

Deine Daten werden nicht nur an deutsche Behörden gemeldet, sondern automatisch mit Dutzenden anderen Ländern geteilt. Ein globales Netz der Finanzüberwachung entsteht.

3. Rückwirkende Erfassung möglich

Viele Börsen müssen Sorgfaltspflichten für Bestandskunden bis zum 1. Januar 2027 erfüllen. Das bedeutet: Auch deine bisherigen Transaktionen können erfasst werden.

4. Risiko bei Nicht-Deklaration steigt dramatisch

Wer seine Krypto-Gewinne bisher nicht versteuert hat, gerät massiv unter Druck. Die Behörden erhalten durch DAC8 erstmals flächendeckende Daten. Steuerstrafrechtliche Konsequenzen drohen. Einzelne Anwaltskanzleien berichten bereits jetzt von Fällen, in denen nach Erhalt von Daten aus Auskunftsersuchen sofort Steuerstrafverfahren eingeleitet wurden – statt der früheren Praxis, zunächst zur freiwilligen Nachmeldung aufzufordern.

5. Keine Ausweichmöglichkeiten mehr

Selbst wenn du versuchst, auf ausländische Börsen auszuweichen: DAC8 erfasst alle Anbieter, die Geschäfte mit EU-Bürgern tätigen. Die USA, China und einige andere Staaten haben CARF bisher nicht unterzeichnet – aber auch das kann sich ändern. Experten warnen, dass „eine globale Krypto-Besteuerung unvermeidlich“ ist.

Was kannst du tun? Eigenverwahrung ist der Weg

hand holding hardware wallet and transfer bitcoin and ethereum crypto currency to wallet for safety

Die gute Nachricht: Es gibt einen Weg, sich diesem Überwachungssystem zumindest teilweise zu entziehen. Die Lösung heißt Self-Custody – die eigenverantwortliche Verwahrung deiner Kryptowährungen in eigenen Wallets, ohne zentrale Dienstleister.

Warum Self-Custody?

CARF verpflichtet nur „Reporting Crypto-Asset Service Providers“ (RCASPs) zur Meldung. Das sind Börsen, Broker, custodial Wallet-Provider und andere Dienstleister. Wenn du deine Kryptowährungen jedoch in einer eigenen Hardware-Wallet oder Software-Wallet verwahrst, bei der nur du den Private KeyPrivate Schlüssel Das private Schlüsselpaar ist der Kern eines Kontos (auch Adresse oder Wallet). Er besteht aus dem privaten Spend-Key (Ausgabeschlüssel) und View-Key (Ansichtsschlüssel). Mit diesen beiden erlangt jeder, der sie besitzt, Zugriff auf das Wallet-Guthaben. Wenn Sie nur den View-Key weitergeben, ermöglicht das dem Nutzer Einblick auf die Zahlungseingänge, nicht aber die Ausgänge des Kontos. Um erneut Zugriff auf ein Konto zu erlangen ist die beste Praktik, sich den Mnemonischen Samen zu notieren, nicht das private Schlüsselpaar. kontrollierst, gibt es keinen Dienstleister, der etwas melden könnte.

Praktisch bedeutet das:

  • Kaufe Kryptowährungen nur in dem Umfang auf zentralen Börsen, wie du sie sofort abziehst
  • Verwende Hardware-Wallets wie Ledger, Trezor oder ähnliche
  • Lerne, wie man Transaktionen direkt auf der Blockchain durchführt, es ist kinderleicht!
  • Nutze dezentrale Exchanges (DEX, etwa RetoSwap) statt zentraler Börsen
  • Verwende Privacy-Coins wie Monero, die echte Anonymität und Datenschutz bieten

Achtung: Auch Self-Custody befreit dich nicht von der Steuerpflicht. Krypto-Gewinne müssen in Deutschland versteuert werden, auch wenn sie nicht automatisch gemeldet werden. Aber du behältst die Kontrolle über deine Daten und dein Vermögen.

Fazit: Wehre dich gegen den gläsernen Bürger

Was 2026 mit DAC8, AIA und CARF auf uns zukommt, ist nichts anderes als die Installation eines totalen Überwachungsstaates für Finanztransaktionen. Unter dem Deckmantel der Geldwäschebekämpfung und Steuergerechtigkeit wird ein System etabliert, das jeden Bürger unter Generalverdacht stellt und lückenlos überwacht.

Die Ironie könnte größer nicht sein: Kryptowährungen wurden erfunden, um dem Kontrollwahn der Zentralbanken und Staaten zu entkommen. Satoshi Nakamoto schuf Bitcoin als Antwort auf die Finanzkrise 2008, als Werkzeug für finanzielle Freiheit und Selbstbestimmung. Jetzt holt der Staat mit voller Wucht aus – nicht durch ein Verbot, sondern durch totale Überwachung aller, die zentrale Dienste nutzen.

Während Politiker wie Markus Söder vom Volk mehr Leistung fordern, ohne die eigenen Versäumnisse einzugestehen, bereitet derselbe Staat sich darauf vor, im Krisenfall schnell auf Vermögen zugreifen zu können. Die vollständige Erfassung aller Krypto-Vermögen ist der erste Schritt. Die Geschichte zeigt: Wenn Staaten in wirtschaftliche Bedrängnis geraten, greifen sie zu drastischen Mitteln.

Die Botschaft ist klar: Wer seine finanzielle Privatsphäre und die Kontrolle über sein Vermögen behalten will, muss handeln. Jetzt.

Informiere dich über Self-Custody. Lerne, wie man Hardware-Wallets verwendet. Verstehe die Technologie hinter Kryptowährungen. Unterstütze Projekte, die echte Privatsphäre bieten. Und vor allem: Lass dich nicht einschüchtern von einem System, das dir vorschreiben will, dass Transparenz gut und Privatsphäre verdächtig ist.

Wenn du Hilfe benötigst, stehe ich mit meiner umfassenden Beratung zur Stelle!

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